Tarifvertrag tv deutsche post

Ende November 2007 kündigte die Regierung ihre Absicht an, ab Januar 2008 einen Mindestlohn im Postsektor einzuführen. Der Mindestlohn ist für alle Arbeitnehmer verbindlich, die an Postzustellungsdiensten beteiligt sind, und der vereinbarte Stundensatz liegt je nach Berufsgruppe und Region zwischen 8 und 9,80 €. Nach der Entscheidung kündigten einige Wettbewerber des Marktführers Deutsche Post an, sich bis zu einem gewissen Grad vom Markt zurückzuziehen, da sie es sich nicht leisten könnten, die neuen Tarife zu zahlen. Die Reaktionen einiger Wettbewerber der Deutschen Post gewichtverleihen das Argument, dass der Wettbewerb auf einem liberalisierten Postdienstleistungsmarkt in erster Linie auf niedrigen Löhnen und nicht auf der Qualität der Dienstleistungen beruhe. Darüber hinaus unterstreichen solche Reaktionen die Befürchtungen von ver.di, dass die Bedingungen in der Postbranche gefährdet würden, wenn die Marktöffnung nicht durch gesetzliche Regelungen flankiert würde. Es ist wahrscheinlich, dass die Debatte über die Einführung eines nationalen Mindestlohns fortgesetzt wird. Trotz der Kritik der Arbeitgeber fordern andere Branchen bereits, den Wettbewerb durch die Einführung von Mindestlöhnen zu regulieren. Laut Presseberichten wollen die Mitglieder der Metzgerei Anfang 2008 Gespräche mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufnehmen, um einen Tarifvertrag über Mindestlöhne für die Fleischhändler auszuhandeln. Forschungsmitarbeiter sind Beamte, und ihr Tarifvertrag sieht eine jährliche Sonderzahlung vor. Dies ersetzt den früheren bezahlten Urlaub und Weihnachtsgeld. Sie beträgt je nach Gehaltsband und Erfahrungsstufe zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts.

Es gibt auch Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Zusätzliche Leistungen werden auch an wissenschaftliche Mitarbeiter gezahlt, z.B. wenn sie besonders erfolgreich mit dem Erwerb von Drittmitteln sind. Allerdings sind diese Zusatzzahlungen in einigen Bundesländern nicht so üblich. Lediglich die TV-H-Vereinbarung sieht ein Kindergeld vor – ein Überbleibsel aus dem Bundesbeschäftigtentarif BAT, der nun durch TVoeD und TV-L ersetzt wurde. Vor 1998 war die Verteilung des schriftlichen Schriftverkehrs ausschließlich von der Bundespost erbracht worden. Nach der Privatisierung der Post wurde dieses Monopolprivileg (Briefmonopol) an die Deutsche Post AG, den Nachfolger der Bundespost, übergeben. 1998 wurde dieses Privileg leicht geändert und erstreckt sich derzeit nur auf Postsendungen, die innerhalb der nationalen Grenzen verteilt werden und weniger als 50 Gramm wiegen. Seit 1998 können private Betreiber in den Markt für Postdienste für Produkte eintreten, die unter bestimmten Bedingungen die Gewichtsgrenze von 50 Gramm überschreiten.

Für Postsendungen mit einem Gewicht von bis zu 1.000 Gramm müssen Unternehmen eine Genehmigung bei der Bundesnetzagentur beantragen.